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Mutter für die Mutter sein - die Folgen von Parentifizierung

Aktualisiert: 13. Mai

Gestern war Muttertag – Tag der Dankbarkeit für unsere Mutter.


Wie geht es Ihnen damit? Vielleicht fällt es Ihnen schwer diese Dankbarkeit aus ganzem Herzen zu spüren und zu zeigen. Es erfüllt Sie mit Schmerz und negativen Gedanken an die Vergangenheit.


Wenn es Ihnen so geht, ist dieser Blogbeitrag das Richtige für Sie.


Parentifizierung – Wenn Kinder & Jugendliche die Rolle eines Elternteils übernehmen mussten.

Vielleicht fühlen Sie sich oft für Menschen und Taten verantwortlich. Vielleicht fühlen Sie sich schuldig, wenn sie mal „NEIN“ sagen oder Sie können gar nicht "NEIN" sagen.

Es könnte daran liegen, dass Sie viel zu früh Verantwortung übernehmen mussten.

Wenn unsere Eltern nicht in der Lage sind, für sich selbst und für uns gut zu sorgen, übernehmen viele Kinder die Rolle eines Elternteils, obwohl sie dafür noch viel zu jung und verletzlich sind.

Als Kind möchten wir spielen, umsorgt werden und uns keine Gedanken um Verantwortung machen. Wir möchten nicht diejenigen sein, die anderen Sicherheit bieten, denn wir benötigen diese Sicherheit als Kind von außen!

Wenn wir also als Kinder in diese Rolle schlüpfen, kann es passieren, dass wir als Erwachsener ständig die Verantwortung für alles übernehmen, uns schuldig fühlen und die Sicherheit im Außen suchen.

Dies kann sich sehr negativ auf alle Lebensbereiche auswirken und unser Leben zu einem ständigen Kampf machen. Wir möchten für alles, was um uns herum passiert die Verantwortung übernehmen. So reißen wir beispielsweise im Beruf jede Aufgabe an uns. Wir fühlen uns schuldig, wenn wir einen Fehler machen, anstatt diesen als wertvolle Nachricht anzusehen und daraus zu lernen. Wir suchen die Anerkennung und Sicherheit im Außen, da sie uns in der Kindheit gefehlt hat. Und selbst wenn wir diese Anerkennung finden, hält sie nicht lange an und wir sind schon wieder auf der Suche. Wir leben in ständiger Angst etwas falsch zu machen.


Wie klingt das für Sie? Ziemlich anstrengend und aus-brennend oder? Und genau das kann passieren.


Doch es gibt Wege diese Rolle abzulegen und wieder Sicherheit und Vertrauen in sich selbst zu finden.


Zuerst einmal sollten wir erkennen, dass wir vielleicht viel zu früh diese Verantwortung übernommen haben.

Und was meiner Meinung nach essentiell ist: Machen Sie sich bewusst, dass es IHREM ÜBERLEBEN diente, diese Rolle zu übernehmen. Es war damals notwendig und unumgänglich und es hat Sie zu dem starken Menschen gemacht, der Sie heute sind. Wenn Sie dies erkennen und Schritt für Schritt die Sicherheit in sich selbst finden, können Sie die Verantwortung auch mal ablegen. Es ist mitunter ein langer Weg, den Sie bestenfalls mithilfe einer professionellen Begleitung gehen, und dieser Weg kann sich lohnen und Ihnen helfen ein erfülltes, sicheres und spielerisches Leben zu leben.


Roxana Weiser - Heilpraktikerin, Coach, Herzensmensch


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